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Life oder Work? Beides!
Interstuhl    27.10.2017     1195

Wie der Arbeitsplatz von Morgen Grenzen verwischt und Mitarbeiter glücklicher macht

Dass die Digitalisierung auch den Arbeitsplatz verändert, ist eigentlich keine Überraschung. Auch traditionelle Branchen schielen in Richtung Google und Co. und lassen sich von deren spielfreudigen Workspaces inspirieren. Denn anders lassen sich Young Professionals heute kaum noch für einen Job gewinnen. Schließlich steht für Millenials fest, dass Arbeit und Erholung nicht mehr nach Stechuhr und Schema F funktionieren. Arbeitgeber, die in Zukunft marktfähig bleiben wollen, müssen überlegen, wie sie die Work-Life-Balance am Arbeitsplatz integrieren.

 

Tradition trifft auf Digitalisierung - Der Arbeitsplatz verändert sich

Abgegrenzte Büro-Käfige mit möglichst viel Arbeitsfläche und möglichst wenig Persönlichkeit, die Arbeit als zentraler Faktor der Bürogestaltung - das funktioniert selbst dort nicht mehr, wo Work-Life-Balance ein Nebensatz in der Jobbeschreibung ist.

Hohe Krankenstände und Mitarbeiterfluktuation sind immer eine Gefahr für das Unternehmen, weil Wissen und Daten heute die eigentliche Währung der Unternehmenswelt sind. Geht der Mitarbeiter, geht auch das Knowhow.

Auch in Branchen abseits der Tech- und Onlinewelt wird die Mitarbeitergesundheit deshalb immer wichtiger. Statt den Grundriss eines Unternehmens in Bürofläche zu denken, werden Arbeitszonen kreiert. Kern ist dabei immer noch der feste Arbeitsplatz, doch zeigt sich dieser heute wesentlich flexibler: hochwertige, anpassbare und ergonomische Arbeitsstühle, Schreibtische, die auch die Steharbeit ermöglichen, offenere Raumkonzepte zur Kommunikation mit den Kollegen.

 

 

Daneben räumen Arbeitgeber Zonen für den informellen Austausch ein - Lounges verdrängen den klassischen Pausenraum und dank mobiler Arbeitsgeräte sieht man auch den klassischen Bildschirmarbeiter immer öfter relaxt auf einer Couch vor sich hin tippen.

Überhaupt weichen die strengen Regeln für geregeltes Arbeiten immer mehr auf. Wurde früher häufig jeder Gang zur Toilette mit der Stechuhr überprüft, dürfen Mitarbeiter heute wesentlich freier am Arbeitsplatz agieren. Denn so langsam setzt sich eine Erkenntnis durch: Hauptsache, die Arbeit wird erledigt. Wann und wie ist erst einmal egal.

Darum wundert es nicht, dass Home Office und Gleitzeit-Modelle nicht mehr nur in projektbasierten Branchen umgesetzt werden. Und die Praxis zeigt: Wird der Mitarbeiter von der Leine gelassen, ist er weitaus bereiter, mehr zu leisten.

 

Der Future Workplace ist ein Organismus

Offene Räume, informellere Arbeitszonen und Büromöbel, die die Gesundheit fördern, sind jedoch erst der Anfang. Wer wissen will, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen sollte, braucht sich nur die Startup- und CoWorking-Szene anschauen.

 

Biophilic Design - Die Natur als Teil des Arbeitsplatzes

Wer den ganzen Tag arbeitet, sieht selten Sonne oder Natur. Doch diese beiden Aspekte sind eine Kernbedingung für das Wohlbefinden des Mitarbeiters. Das Biophilic Design bezieht diese beiden Aspekte in die Bürogestaltung ein - und zwar weit über den vertrockneten Ficus auf der Fensterbank hinaus.

Lebende, wachsende Wände aus Hydrokulturen, riesige Oberlichter für natürliches Licht, Indoor-Gärten für die Mittagspause - der Future Workplace holt die Natur ins Haus. Und steigert so das Wohlbefinden der Mitarbeiter erheblich, wie etwa der Report 'The Global Impacat of Biophilic Design in the Workplace' festhält.

 

Aus Zusammenarbeit wird Sharing und CoWorking auf breiter Ebene

Ein Büro für ein Unternehmen? Das könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn wie auch im Co-Working kommen beim Office Sharing mehrere Unternehmen unter einem Dach zusammen - und Ideen werden entwickelt, die sonst nicht entstanden wären.

Konkurrenzdruck lässt sich dabei leicht vermeiden: gleiche Werte, andere Zielgruppen und Produkte lautet die Zauberformel. Der Effekt: mehr Austausch, mehr Information und Geistesblitze bei informellen Gesprächen.

 

 

Betriebliche Gesundheit wird zum Spa-Gedanken

Inhouse-Masseure, Health-Incentives für Mitarbeiter wie eine Mitgliedschaft im Fitnessclub, Rückzugsräume für ein Power-Nickerchen: Der Wellnessfaktor wird in zukunftsträchtigen Unternehmen immer wichtiger. Leistungen, die sonst eher privat in Anspruch genommen wurden, werden zum Bestandteil der Mitarbeiterentlohnung. Und der Arbeitgeber trägt Sorge dafür, dass für diese Angebote auch Zeit bereitgestellt wird.

 

Jeder darf arbeiten, wie er will - und bleibt flexibel

Kollege A arbeitet am besten am Stehpult. Kollege B nutzt den Sitzball an verschiedenen Orten im Büro. Kollege C erledigt seinen Job am liebsten am klassischen Schreibtisch:

Das Office der Zukunft bietet alle Arten von Büroausstattungen - und Uniformität ist out. Gleichzeitig lösen sich feste Arbeitsplätze auf, flexible Bürolösungen erlauben es, einen Raum ganz nach Projekt und Mitarbeiterpräferenzen zu gestalten, am besten auf Knopfdruck und mit Büromöbeln und Sitzgelegenheiten auf Rollen.

 

Mehr Persönlichkeit

Die Zeiten gesichtsloser Büros mit nichtssagender Atmosphäre sind vorbei. Die Persönlichkeit eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter wird in den Mittelpunkt des Designs gestellt und jeder darf an der Gestaltung mitwirken. Die Herausforderung: charmantes Chaos trifft auf Corporate Design, Einrichtungswünsche der Mitarbeiter werden ernst genommen, ohne Look&Feel des Unternehmens zu vernachlässigen.

 

Die Familie ist dabei

Wenn selbst konservative Unternehmen wie Goldman Sachs einen eigenen Kinderhort an ihren Unternehmenssitzen eröffnen, dürfte auch der letzte Arbeitgeber merken, dass die Trennung von Arbeit und Familie der Vergangenheit angehört. Das funktioniert auch ohne ein intensives Investment: mit flexibler Arbeitszeitgestaltung, einer Kinderecke im Büro für Schließtage der Kita oder Unternehmens-Events, die sich ausdrücklich an die ganze Familie richten.

Natürlich ist jeder Blick in die Zukunft Glaskugelleserei. Doch es steht fest, dass der Arbeitsplatz der Zukunft gar nicht anders kann, als sich flexibler an den Bedürfnissen der Mitarbeiter zu orientieren. Sonst klopfen diese einfach bei einem anderen Arbeitgeber an.

 


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